Dienstag, 10. Mai 2016

Ira und Nele auf dem Weg ins Nachtland

#1 Zitat: "Statt Willkommenskultur, entwirft man schon erste Skizzen für Grenzzäune und Eigenbrötlerei. Für Nationalismus und Rassismuskultur. "



"Hallo … du!“
Mit diesem ersten Tagebucheintrag beginnt das neue Buchprojekt „Nachtland“, an dem wir gemeinsam arbeiten. Wir, das sind Nele Häußler und Ira Ebner. „Nachtland“ wird eine Dystopie über Deutschland in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft. Die Handlung setzt in Leipzig im Frühjahr 2017 ein – ein halbes Jahr vor der nächsten Bundestagswahl. C.E. Morling, die Verfasserin des Tagebuchs und Historikerin, schildert den Aufstieg der Rechtspopulisten wie auch deren Wahlsieg. Und wie das Deutschland der „Patrioten“ in den Monaten danach entwickelt, Familien, die ideologisch und emotional zerbrechen, ein Klima der Angst, eine Abrechnung mit den „Altparteien“ und Totalitarismus.Doch zunächst einmal, was bewegt uns, ein Buch wie „Nachtland“ zu schreiben?



Ira: „Vor ein paar Monaten haben Nele und ich uns im Chat über die politischen Entwicklungen in Deutschland unterhalten. Dass rechte und rechtsextremistische Geisteshaltungen salonfähig werden und wie erschütternd es ist, dass Bundespräsident Joachim Gauck von einem rechten Mob als ‚Vaterlandsverräter‘ beschimpft wurde. Unsere eigenen Erfahrungen in sozialen Netzwerken, der rauer und gewalttätiger werdende Ton, unsere Beobachtungen im Alltag – das über Jahre zunehmende Desinteresse an der Politik, gepaart mit Verachtung und Misstrauen – brachten uns zu einer ersten Idee. Nele hatte auf ihrem Blog einen Tagebucheintrag von C.E. Morling veröffentlicht. Ich war beeindruckt, denn das, was C.E. Morling in ihre Worte schreibt, der Spiegel, der zerbricht, wie sehr sich Deutschland vom Fußballmärchenland 2006 zu diesem feindselig gewordenen Land 2016 entwickelt hat, hat mich sehr berührt. Wir konnten uns vorstellen, daraus einen ganzen Roman zu schreiben und zu zeichnen, wie es dazu kommen konnte, dass C.E. Morling um ihre Freunde bangt.“
Für mich ist es das erste Mal, dass ich mit einer anderen Autorin für einen Roman zusammenarbeite. Es ist aufregend! Bisher haben wir geplottet, und es war schön, sich gegenseitig zu inspirieren.
Ich schreibe parallel zu „Nachtland“ noch an einem anderen Roman, „Der Kandidat – Fast ein Deutsches Märchen“. Die beiden Geschichten kommen sich keinesfalls in die Quere, da sie auf ihre Weise nah beieinanderliegen und ineinander fast eingreifen. „Der Kandidat …“ ist von einem Wahlkampf inspiriert, doch es lässt sich bereits unterschwellig die Stimmung innerhalb der Gesellschaft erahnen, die in „Nachtland“ hochkochen wird. Ich habe sehr feine Sensoren, was das Miteinander im Alltag betrifft, und wie sehr sich Deutschland in den vergangenen 10 Jahren verändert hat – in den letzten Jahren noch viel mehr. Dieses Gespür braucht es auch, um wunde und heikle Punkte zu berühren, was beide Romane definitiv tun werden.
Nachtland“ setzt ca. 4, 5 Jahre nach dem „Kandidaten“ ein. Darin schlägt die Stimmung schließlich von unterschwelligem Rassismus, dem Misstrauen gegenüber Politikern, Medien oder öffentlichen Institutionen endgültig um zu offenem Hass – so wie es die Demonstrationen von PEGIDA, das immer offener werdende Auftreten Rechtsradikaler und die Rhetorik der AfD erschreckend zeigen. Die Geschichte ist oft nur ein Atemzug, aber darin entwickeln sich manche Strömungen sehr rasant. Manchmal leider auch in eine Richtung, die niemand wollen kann.“ Hier auch der Link zu Iras Blog, da wir ihn zusammen verfasst haben: Ira und Nele auf dem Weg ins Nachtland



Nele: „Es ist so wie Ira schon sagte und auch besonders, wenn ich das so sagen darf. Ich hatte im Zuge der Flüchtlingskrise meine Anwesenheit über Facebook sehr verstärkt und bin dabei immer wieder auf Ira gestoßen, die sehr oft meine Gedanken zum Thema Flüchtlingskrise, Merkel, SPD, AFD und PEGIDA genau getroffen hat. Wir decken uns in unserer Geisteshaltung dieser Thematik und verstehen uns auch allgemein sehr gut. Unsere Interessen decken sich ebenfalls, es war also von Anfang an, ein gutes Miteinander. Dann habe ich im Februar 2016 die Kurzgeschichte „Zukunftsangst“ geschrieben. Eine Kurzgeschichte in der ich meine Zukunftsangst und allgemein die Sorge um die Entwicklungen in unserem Land aufgeschrieben. Sie war es auch, die uns als Vorlage für „Nachtland“ diente. Wir haben schließlich mehr spaßeshalber überlegt, wie man daraus einen Roman schaffen könnte. Erst ich allein, ratsuchend bei Ira und dann habe ich mir gedacht, dass sie schon so viele Ideen beigesteuert hat, dass sie es verdient hätte, mit daran zu arbeiten. In der vollen Bandbreite, denn aus der anfänglich rein theoretischen Überlegung, wurde ein brennendes Feuer, diese Idee tatsächlich zu verwirklichen. Ich habe sie also eingeladen, dieses Werk mit mir zusammen zu schreiben. Wir haben dann natürlich einige Tage darauf verwendet, uns zu überlegen, wie man einen Weg konstruieren könnte, dass eine rechtspopulistische Partei ihren Weg an die Spitze findet, über die Bundestagswahl im Jahr 2017. Anschließend haben wir die einzelnen Figuren geplant, was wahnsinnig viel Spaß gemacht hat, weil wir ganz unterschiedliche Charaktere dabei haben. Jeder mit seinen Macken, mit seinen besonderen Merkmalen und persönlichen Geschichten. Anschließend haben wir viel Zeit darauf verwendet, die Kapitel ordentlich zu planen. Wir haben das Grundkonzept fertig. Ich denke aber, dass uns an der ein oder anderen Stelle noch etwas einfallen wird, so dass am Ende das Projekt auch schön rund ist. Was bis jetzt daraus entstanden ist, ist nicht nur erschreckend und einschüchternd; auch wird es beim Schreiben sicher Szenen geben, die uns selbst in Mark und Bein gehen – doch genau das ist das Ziel. Aufzuzeigen, was passieren könnte, wenn wir dem Totalitarismus eine Chance geben; wenn wir nicht genügend Augenmerk darauf legen, was wir wählen. Dabei sind wir sehr schonungslos vorgegangen. Ein interessanter Aspekt war für uns die technologische Seite, wodurch Überwachung viel einfacher wird. Dieser Cocktail klingt unheimlich? Ist es auch. Wir wollten unsere Befürchtungen in Worte kleiden und unseren Beitrag leisten, um für das zu sprechen, was wir lieben: Die Bundesrepublik Deutschland mit ihrer freien und sozialen Marktwirtschaft und ihrer rechtsstaatlichen Demokratie, einem einzigartigen Grundgesetz, um das uns viele Länder beneiden. Das klingt sicher etwas hochtrabend, aber es ist so. Wir lieben Deutschland als Land, dass offenherzig ist, das Menschen in der Not aufnimmt, das hilft und auch die Frau an der Spitze, die sich für Menschlichkeit eingesetzt hat. Wir halten nichts von der Lügenpresse – wir halten auch nichts von angezündeten Asylbewerberheimen und noch weniger von Fremdenfeindlichkeit im Allgemeinen. Es war also nur logisch, gemeinsam unseren Weg zu finden, mit Argumenten dagegen zu sein.„

Sonntag, 1. Mai 2016

BGB - Romanze

Dieser Monat war für mich eher eine Flaute. In so ziemlich allen Belangen. Ich habe nichts für meine Schreibprojekte getan, ausser zu planen und RPG zu spielen. Das was ich geschrieben habe, kann ich nicht mehr dazu zählen, weil es es nicht mehr gebraucht wird. Ich habe daher auch keine komplett neue Kurzgeschichte geschrieben und eigentlich widerstrebt es mir immer noch, diese KG online zu stellen, aber anders geht es derzeit nicht. Also werde ich euch diese zeigen und hoffen, dass ich im Mai eine neue Idee habe und dann tatsächlich wieder auch mit dem Schreiben aktiv werde. Ärgerlich ist viel mehr, dass ich jetzt für die 120.000 Words a year schon 17.000 Worte ungefähr im Rückstand bin. Das ist so super ärgerlich. Aber nichts, was man nicht wieder aufholen könnte nicht wahr? Also, dann wünsche ich euch mit BGB - Romanze viel Spaß. Sie ist ein bisschen weird und ehrlich gesagt, konnte ich es mir nicht verkneifen, das BGB etwas hopps zu nehmen und es könnte sogar sein, dass das BGB tatsächlich in den Bienenparagraphen, die einzig verrückte Art und Weise ist, sich gegenseitig kennenzulernen. Also, wenn du in Zukunft eine Person durch deinen Garten hechten siehst, sieh dich erst einmal um, ob ein Bienenschwarm in der Nähe ist. ganz liebe Grüße Nele

Mittwoch, 30. März 2016

Mein vorletzter Besuch

Meine dritte Kurzgeschichte für die WoSt ist fertig. Eigentlich war eine andere schon lange fertig, doch diese hätte ich noch nicht posten können und fraglich ist, ob ich diese hier im WoSt noch zeigen werde, denn sie ist auf den Frühling bezogen und ist inzwischen überholt. Der Tag heute ist nach anfänglichem Elan, so düster geworden, dass ich es nicht über mich bringe, eine so quietschvergnügte Kurzgeschichte zu zeigen, die auch noch so albern ist. Deshalb habe ich mich jetzt dazu entschieden, eine völlig andere Kurzgeschichte zu schreiben. Ich habe damit meinen Tag verarbeitet. Eine Situation, die sicherlich viele bereits kennen und erlebt haben. Die mich aber in dieser Form zum ersten Mal tatsächlich trifft. Der erste Tod, den ich in vollem Umfang miterlebt habe, ist der meiner Schwester und meistens fühlt es sich so an, als wäre sie noch da. So, als würde sie jeden Moment um die Ecke biegen und mir ein Hallo schenken. Es ist schrecklich quälend, weil dieses Gefühl mit dem Wissen kollidiert, dass das nicht mehr möglich sein wird. Heute jedoch, habe ich meinen Großvater im Krankenhaus verabschiedet. Diesen Moment mit meinen Gefühlen wollte ich festhalten. Tatsächlich habe ich jedes Mal, wenn ein Tod eines geliebten Menschen mich ereilte, etwas geschrieben. Es scheint eine Art von mir zu sein, damit diesen Menschen einen letzten Dienst zu erweisen und mich damit auseinander zu setzen. Vielleicht versteht ihr so, warum ich einfach nicht anders konnte, als eine andere Geschichte zu nehmen. Eine, die viel persönlicher ist, als alles bisherige. Trotzdem mochte ich sie euch nicht vorenthalten - besonders weil sie besser zu meinen Gefühlen passt und mir nicht so sträflich vorkommt. Ich habe damit auch die WoST-Jahreschallenge geschafft. Zum dritten Mal in der vorgegebenen Zeit und erfüllt mich mit einem bitteren Stolz dieses Mal. Mein Eindruck ist, dass am Älter werden nicht das Problem ist, Falten zu kriegen, sondern zu sehen, wie die Menschen vor einem gehen und sich in eine diffuse Welt verabschieden, die wir nicht ermessen können. Ich werde ihn genauso vermissen, wie ich all die anderen Toten vermissen werde. Ich habe jetzt auch die Poolys 120.000-words-a-year-challenge auch für den Monat März fast komplettiert. Ich muss heute aber noch mindestens 500 Worte schreiben, um es endgültig zu erreichen. Doch das ist tatsächlich zu schaffen, denke ich. Also kann ich auch an der Stelle einen Haken dahinter machen. Was vielleicht auch noch zu erzählen ist, dass ich auch in anderen Dingen meine Konsequenz behalten kann. Das ist etwas, was mich bisher ganz glücklich gemacht hat, aber es fällt mir heute schwer, diese Freude zu empfinden. Ich glaube aber, dass die meisten von euch das nachvollziehen können. glg eure Nele

Dienstag, 23. Februar 2016

Ernsthaftigkeit

Hallo liebe Blogleser, es ist wieder soweit. Ich habe wieder etwas zu berichten. Es wird dieses Mal etwas ernsthafter. Ganz allgemein, in der WoSt und auch die Zukunft. Alles ist ernst derzeit. Wenn ich mir die Nachrichten ansehe, lese ich nur noch, wie gespalten unsere Nation ist. Wie viel Angst zu Hass mutiert und wieviele Leute sich zwar vom Nazisein distanzieren, aber gleichzeitig so rechts sind, wie es schon lange nicht mehr der Fall war. Beängstigend und ernst ist das. Ich versuche über Facebook die Meinung der Humanität aufrecht zu erhalten. Es sind nicht alle verblendet, aber es werden mehr. Es fühlt sich, wie eine Übermacht an, aber ich will nicht aufhören, an das Gute zu glauben. An die Menschen, die sich tagtäglich bemühen, die Willkommenskultur zu fördern und zu zeigen, wir sind nicht alle ängstlich und hasserfüllt. Ich bewundere die Ärzte, die Flüchtlingshelfer und die Menschen, die so aktiv im Kampf gegen das Unrecht stehen. Unrecht ist all jenes, dass es anderen Menschen schwer macht. Würden bei uns 11 jährige Kinder zusammengeschlagen werden, wäre der Aufschrei in der Bevölkerung groß und Anteilnahme würde überschwappen. Das ein 11 jähriges syrisches Kind in den Bauch getreten und niedergeschlagen wird - das scheint gar nicht so eine große Bedeutung zu haben. Obwohl es dasselbe ist. Absolut ein und dasselbe. Wenn man ein Haus eines Landsmannes anzünden würde, wäre die Solidarität groß, aber brennende Flüchtlingsunterkünfte werden bejubelt. In welchen ernsten Zeiten leben wir? Warum ist der Fremdenhass so groß? Immer wieder die Frage Warum und was wird das Resultat davon sein? Daraus - aus diesem unerträglichen Zustand dieser Tage, habe ich eine Kurzgeschichte für WoSt geschrieben. Sehr gesellschaftskritisch, sehr politisch. Einen Werdegang zusammengefasst und ein Resultat daraus geformt, was nicht mehr so unwahrscheinlich ist, wie noch vor 10 Jahren. Obwohl die Anfänge dort sicherlich schon herrschten. Vielleicht werden aus dieser Zukunftsvision, die ich dort kreiiert habe, noch mehr Kurzgeschichten entstehen. Ich weiß es nicht. Jedenfalls hat dieser Einfall meine ursprüngliche Absicht verdrängt etwas anderes hier zu zeigen. Es wäre ein Romanprolog geworden, doch das lasse ich aussenvor. Ich denke, die Kurzgeschichte, die ich geschrieben habe, ist es wert, gezeigt zu werden. Ernsthaft bin ich allerdings auch bei den Challenges dieses Jahr dabei. Ich habe nicht nur die 12 WoSt nun schon zum zweiten Mal geschafft und das auch noch in der vorgegebenen Zeit - nein, ich bin auch in der 120.000 Word a year Aktion vom Poolys Kunst- und Schreibforum ziemlich gut dabei. Im Januar habe ich zwar im Januar einen Überhang von 7.725 Worten geschaffen, aber ich bin jetzt im Februar schon bei sage und schreibe 7.920 Worten dabei, und nicht mehr weit von den 10.000 Worten entfernt. Trotzdessen, dass ich auch Posts für meine Foren schreibe. Ich bin sehr stolz auf mich - auch ganz ernst :). Ich habe im letzten Jahr meine Schreiblust wieder gefunden und habe mir ernsthaft für 2016 vorgenommen, alles, was ich angefangen habe, durchzuhalten und durchzuziehen. Bis jetzt funktioniert es wirklich gut. Ich freue mich darüber. Auch von Devars Himmel, das Romanprojekt, dass ich lange Zeit schon mit mir herumtrage und welches mich nie ganz los lässt, hat inzwischen 6 Kapitel und ich will jetzt schauen, ob ich den zweiten Teil, den ich ursprünglich dort hineinsetzen will, auch für sich stehen lassen kann. Ich habe für das Projekt inzwischen auch endlich einen groben Kapitelfahrplan angelegt. Es geht also weiter und Devars Himmel wird weiter geschrieben. Vielleicht bin ich durch die Ernsthaftigkeit und mein Durchhaltevermögen im Diskutieren insgesamt erwachsener geworden und kann daher auch stur weiterschreiben. Meinen Lebenstraum verwirklichen. Nicht nur mein Leben träumen, sondern die Träume leben. Perspektivisch betrachtet, könnte das Jahr mein Jahr werden. Zumindest beruflich betrachtet. Doch es bekümmert mich, dass ich dieses besondere Jahr haben muss, während so viel Unruhe und Unbeherrschtheit den Zeitgeist umtreibt. mit lieben Grüßen Teleri/Nele

Samstag, 30. Januar 2016

#12WoST - ein neues Jahresprojekt


Und es ist wieder soweit. Lange Zeit rief ich nach ihr, der Schreiblust und dieses Jahr 2016 soll endlich das Jahr werden, wo ich mich mit dem Schreiben wieder identifiziere und mehr mache, mehr versuche.
Daher kommt die Idee von Penny aus Wooly thoughts gerade recht. 12 Kurzgeschichte in 12 Monaten?
Die Challenge nehme ich sehr gerne an und freue mich darauf, mich mit Penny gegenseitig zu motivieren und uns darüber zu unterhalten, dass wir immer noch ein weißes, virtuelles Blatt vor der Nase haben. Es ist viel zu lustig, um es nichts zu tun.
Das ist doch perfekt, um zu lachen, Spaß am Schreiben zu finden und Blödsinn zu fabrizieren.

Ihr wollt gerne mitmachen?

#12WoST soll unser Twittertag sein, mit der wir uns zu erkennen geben und ein wenig über unsere Fortschritte unterhalten.

Wollen wir es schaffen? angehen? wagen? Ja? Dann macht mit, bei Wooly Stories - 12 Monate - 12 Geschichten. Penny und ich freuen uns darauf, euch mit begrüßen zu dürfen.

ganz liebe Grüße
Nele (oder Dany, wie es Penny in ihrem Post ausdrückte ;))


Montag, 31. August 2015

Traurige Entwicklung und Gegenkommentar

Ich habe es jetzt sehr lange beobachtet. Habe mich mit Stirnrunzeln in Zeitungsartikeln verbissen, habe gelesen, den Kopf geschüttelt und nun wirklich keine Lust mehr den Mund zu halten.
Es ist beschämend, eine Katastrophe, eine absolute Peinlichkeit, die sich einige meiner Landsleute hier in Deutschland zu Schulden kommen lassen.
Wir können sicherlich sagen, dass uns die Flüchtlingswelle vom Verwaltungsaufwand her überfordert. Aber dass es uns menschlich überfordert, das ist ein absolut ernüchterndes, schreckliches und grausames Ergebnis.
Wo sind die Leute hin, die am 24. Dezember ihr Geld für Spenden rausgeben, um einmal im Jahr mal kein schlechtes Gewissen zu haben? Wo sind die Menschen mit ihren kreativ, gutmütigen Einfällen? Warum zur Hölle lassen wir es zu, dass Rechtsradikalismus, Populismus und Überfremdungsfurcht dazu führen kann, das Gebäude in Brand gesetzt werden, wo Flüchtlinge ihre Unterkunft haben.
Da wohnen Menschen in einem Land, in dem Krieg herrscht, in dem sich Selbstmordattentäter in Einkaufszentren, in Cafés und auf Märkten, um nur einige Beispiele zu nennen, in die Luft sprengen und anderen Menschen unschuldige Familienmitglieder wegnehmen. Väter, Mütter, Töchter, Söhne, Großväter, Großmütter, Enkel, Nichten, Neffen - Familienbande eben - sterben durch die Explosion, werden von Schutt und Geröll erschlagen und sie werden zerfetzt, viele, viele Leute werden verletzt, traumatisiert und verängstigt - sie werden unterdrückt, gejagt, gezwungen dem eigenen Heimatland den Rücken zuzukehren, weil es einfach nichts mehr gibt, was einen noch hält. Eltern fliehen mit ihren Kindern, um ihnen ein neues - besseres Leben zu ermöglichen. Also begeben sie sich auf die Reise, auf eine Reise, die fernab aller unserer Vorstellungskraft liegt. Eine gefährliche Reise, die auch genauso in den Tod führen kann, wie das bleiben.
Die Wahl zwischen Pest und Cholera in dem Fall. Man lässt alles zurück, Heim, Verwandte, Freunde ... alles, einfach alles, die Erinnerungen bleiben, die Sehnsucht quält sich durch das Herz und trotzdem nur dieser eine Gedanke: Ein besseres Leben, bitte!
Also treten sie die gefährliche Flucht an. Bezahlen mit Hab und Gut, dass sie über die Grenzen geschmuggelt werden. Sie tun alles, um rauszukommen. Sind zusammengepfercht, leben in einer Geruchswolke aus Angstschweiß, Hitzeschweiß, Fäkaliengestank und vielleicht auch septischen Noten der angehenden Verwesung.
Das Einzige was sie antreibt, ist die Hoffnung auf eine bessere Welt. Sie tun sich das an, um Hilfe zu finden und hier in meinem Heimatland wird plötzlich selektiert. Wirtschaftsflüchtling und Kriegsflüchtling - Punkt A der mich stört. Schnellere Abfertigung der Asylverfahren - zweiter Punkt der mich stört. Der aber nur in der Politik verändert werden kann. Gut, dazu kann man stehen wie man will.
Allerding ist der Punkt, der mich aufregt, der mich an die Grenzen des absoluten Unverständnisses führt - das Verhalten dieser verblendeten Trottel, die glauben, sie würden im Namen aller Deutschen handeln, wenn sie Flüchtlingsunterkünfte anzünden. Ihr verbrennt deren Hoffnung! Das bisschen gottverdammte Hoffnung, dass sie noch haben! Das hat keiner verdient. Weder ein Rumäne, noch ein Syrer, noch ein Albaner, noch sonst irgendein Mensch auf diesem Planeten.
Spendet lieber Sachen! Helft den Leuten! Bringt alte Kuscheltiere zu den Kindern, damit die kleinen Hände noch zusätzlich etwas haben, dass ihnen Halt spendet.
Ihr macht es mit eurer Gewalt nur noch schlimmer. Das sind Verbrechen, die ihr begeht, wenn ihr Flüchtlinge verprügelt, ihnen die wenigen Besitze noch abfackelt ... Es sind nicht nur Verbrechen an der Menschlichkeit, das sind Gesetze, die überhaupt und allgemein vom StGB  erfasst sind. Die sind nicht plötzlich legitimiert, weil die Flüchtlinge kein Deutsch sprechen - wer das glaubt, ist verboten Intelligenzfern.
Die können uns keine Arbeit wegnehmen, ihr Parolenliebhaber und Geblendete. Manch einer von ihnen will sogar nur so lange bleiben, bis in den Heimatländern wieder überhaupt ein Leben möglich ist.
Wenn ihr was dagegen tun wollt, könnt ihr nicht die Flüchtlinge bestrafen. Die Wurzel allen Übels sitzt in den Regierungen jener Länder. Die Wurzel allen Übels liegt in der Dogmatik. Diese Menschen, die da zu uns kommen, diese Flüchtlinge, die eigentlich unser Herz berühren sollten, statt den Hass in manchen einsamleeren Köpfen, sind auch nur diejenigen, die unter den Folgen der Kriege, unter den Folgen profitgeiler und diktatorischer Staatsköpfe leiden. Geht in die Ecke, schämt euch, geht in den Knast für eure Untaten, habt ruhig einen Eintrag in eurem Strafregister und hoffentlich erschwert euch das auch noch einiges nachträglich im Leben. Damit ihr nur einen minimalen Geschmack darauf habt, was die Flüchtlinge durchmachen müssen. Trotzdem lebt ihr immer noch wie Gott in Frankreich, während diese Leute ihren Grundstein neu legen müssen.
In dem Sinne sage ich: Alle anderen die sich bereit erklären, etwas für die Flüchtlinge zu tun und unterstützend eingreifen, die darüber nachdenken, wie man Lösungen finden kann, ja wie man sinnvoll helfen kann. Ihr seid großartig und danke, dass ihr auch da seid. Ihr seid meine Hoffnung, das Deutschland noch lange nicht völlig hinüber ist.



Sonntag, 1. Dezember 2013

Advent, Advent ...

 Hallo meine Lieben,

es ist der 1. Advent und ich hoffe, ihr seid alle schon ein wenig in Weihnachtsstimmung, auch wenn noch nicht überall Schnee liegt und vielleicht habt ihr sogar schon das erste Adventslichtlein angezündet. Ich möchte dieses Jahr den besonderen Monat Dezember nicht außenvor lassen, sondern ihn nutzen, um euch eine kleine Überraschung zu Teil werden zu lassen. Einige von euch kennen ja bereits die Texte, die ich schreibe, doch die Leser, die mich nicht kennen, werden sich vielleicht über meine vier literarischen Kerzen freuen.
Eine Freundin hatte mich gebeten, doch auf dem Blog einmal Textauszüge von meinen Projekten zu zeigen und so werde ich dies tun und euch jeden neuen Advent einen neuen Textauszug aus einem anderen Projekt zur Verfügung stellen.
Welches Projekt es dann sein wird, entscheide ich ganz spontan und ich erzähle euch natürlich einiges dazu, so dass ihr nicht nur den Text habt, sondern auch ein wenig Informationen zu den Geschichten bekommt.
Ich wünsche euch in jedem Fall viel Spaß mit dieser kleinen Überraschung und hoffe doch, dass sie euch gefallen wird.

...
>>Advent, Advent<< ein Lichtlein brennt.
Erst eins
 ...

glg Teleri