Mittwoch, 30. März 2011

Der Kamikazetippmarathon

Mit einer Freundin zusammen haben wir uns heute über die überaus nützlichen Lesemarathons unterhalten und ich bin auf die unterhaltsame Idee gekommen, dass man ja so etwas auch für Schreiberlinge, wie mich machen könnte.
Dies ist wahrscheinlich der erste Blog, der wirklich von meiner Schreibverliebtheit zeugt.

Wir haben uns folgendes überlegt, wenn wir einen Schreibmarathon machen, dann kann man seine Fortschritte ja posten. Das heißt man sieht auch, was man gemacht hat und wenn der Marathon ab 15:00 ist ... nun dann ist das Open End nicht ausgeschlossen nicht wahr?
Vor allem ist das wichtige, dass man weiß, man sitzt gerade mit mindestens drei anderen Schreibern vor dem Rechner und die haben vielleicht sogar genauso wenig Elan, wie wir. Aber wer sagt schon gerne etwas ab, wo es doch um den Ehrgeiz und das Schaffen geht. Ich schätze unser Ego ist da ganz einfach zu überlisten.

mit diesem Link kann man im April die Termine bestätigen. Ich habe mich extra auf das Wochenende verlagert, weil da die meisten Zeit haben. Es wäre gemein gewesen irgendwas unter der Woche zu nehmen, wo beispielsweise eine befreundete Schreiberin bis halb sechs Abends Schulunterricht hat.
Das Prinzip ist ganz einfach:

1. Man nimmt sich eine Geschichte vor - ob es dabei um eine Fanfiktion geht oder einen selbst geschriebenen Roman, das ist ganz gleich. Wichtig ist nur, dass man ein Ziel vor Augen hat.

2. Man nimmt sich genau vor, was man an dieser Geschichte schaffen will, also will ich ein Kapitel schreiben, will ich es überarbeiten, will ich ersteinmal Material sammeln.

3. Man schreibt nebenbei bei Twitter über den Tag #kama, was er gerade so macht und schon geschafft hat.

4. An alle die einen Blog haben: Ihr dürft natürlich auch ganz stolz auf eurem Blog einen Abschlussbericht verfassen, der uns Einblick in eure spannenden Erlebnisse während des Schreibens gibt.

Von meiner Seite aus ist das folgendermaßen, ich hoffe viele machen mit und melden sich an und werden uns und sich selbst helfen, den inneren Schweinehund kontinuierlich in den Schweinepopo zu treten nicht wahr?

liebe Grüße
eure Teleri

Freitag, 25. März 2011

pinfeather-tales: Japan und das hiesige Leben

pinfeather-tales: Japan und das hiesige Leben: "Wieder einmal ist einer solchen Tage, wo ich darüber nachdenke, was wir Deutschen eigentlich für Jammerlappen sind. In Japan gab es Erdbebe..."

Japan und das hiesige Leben

Wieder einmal ist einer solchen Tage, wo ich darüber nachdenke, was wir Deutschen eigentlich für Jammerlappen sind.
In Japan gab es Erdbeben, einen Tsunami und ein Atomkraftwerk, das wahrscheinlich schon den Super - GAU hinter sich hat, ist so ziemlich einem grausamen Untergang geweiht und ich, als Deutsche, schäme mich meines Landes, weil meine Landsleute sich Geigerzähler und Jod-Tabletten kaufen, weil sie eine atomare Verseuchung fürchten.
Was man nicht alles mit dem Geld an Rettungsaktivitäten für Japan hätte mobilisieren können.
Die große Ich-Gesellschaft der westlichen, kommerziellen Welt ist zum Abgewöhnen.
Statt dem ehrlichen Mitgefühl sehe ich einen nahezu grotesken, ja paradoxen Widerspruch.

Auch ich muss feststellen, dass ich einer derjenigen Menschen bin, die vor Wut aufheulen könnte, weil ich

1. Nichts für das Land tun kann, weil ich keine Münze übrig habe, weil ich es zum Überleben brauche
2. Ich nicht nach Japan fliegen kann, um den Menschen zu helfen, weil die Flüge ein halbes Vermögen kosten.
3. Ich mir die Welt schön mache, in dem ich Videos drehe, an denen ich Spaß habe, obwohl die Japaner dort unten in Minusgraden frieren.
4. Ich feststellen muss, wie ignorant man als Mensch doch ist, wenn es alles so weit weg ist.

Ja, warum verhalten wir uns eigentlich so? Warum leben wir unser Gottverdammtes Leben einfach so weiter, ohne darüber nachzudenken, wie es den Menschen dort drüben geht. Sollten wir nicht ein schlechtes Gewissen haben, so zu leben? Sollte man nicht eigentlich solidarisch mit den Leuten mitfrieren?
Sollte man nicht weniger essen - ist das nicht eigentlich die Art, wie man darauf reagieren sollte?
Dennoch ist es in dem Verstand festgebohrt, dass man sich für andere Menschen nicht selbst vernachlässigen kann. Man kann sich nicht zu Tode hungern, weil tausende leiden.
Tod und Zerstörung ist so alltäglich geworden, dass zwar so ein gewaltiges Ausmaß schockiert und betroffen macht, aber zwanzig Tote im Nahen Osten doch als Belanglosigkeit angesichts der Größenordnung in Libyien oder Japan.
Was wird der Welt passieren? Hat 2012 tatsächlich eine wahre Tendenz? Ist das der Auftakt?
Eines ist jedoch klar, wir Deutschen sind Jammerlappen, weil wir statt Mitleid zu empfinden, auf unsere Regierung schimpfen, weil sie auf jahrelange Demonstrationen reagieren, weil wir unsere Regierung selbst zerstören und die Medien so einen derart unsinnig gefährlichen Einfluss haben, dass ganze Deutschland glauben würde, Ufos würden landen, wenn es in der Bild stünde.
Viel, viel erschreckender jedoch ist, dass wir uns über Geldprobleme aufregen - die ja tatsächlich auch da sind - aber in Japan niemand wirklich Geld hat, weil sie alles verloren haben.
Wir regen uns über die Preise des Essen auf, wo in den Entwicklungsländern Kinder bereits bei Geburt sterben oder im Laufe der ersten zehn Jahre - eben an Hunger.
Wir regen uns darüber auf, dass wir E 10 benutzen sollen, obwohl doch in anderen Ländern man gar keine Autos kennt.

Außerdem frage ich mich immer noch, ob man die höhere Macht unserer Welt wirklich als Gott, Allah oder eine durch und durch positive Macht bezeichnen kann ... denn wenn dem so wäre, dann hätten diese "Gutgötter" wirklich eine Tracht Prügel verdient, dass sie so wenig im Augenblick tun.
Sind diese Götter vielleicht wütend, weil ihre Schützlinge sich gegenseitig die Leiber durchlöchern und trinken Tee miteinander um der Apokalypse zuzusehen? Doch warum schützen sie dann nicht, die siebzehn verstrahlten Männer, die Heldenmut bewiesen haben, Tapferkeit darboten und für ihr Land kämpften. Über diese Götter kommt mir die Galle hoch. Vielleicht gibt es ja auch einen Gott und ein Allah und sie sind durch die Schlechtigkeit der Menschen so geschwächt, dass der Teufel leichtes Spiel hat und der apokalyptische dritte Antichris schon unter uns weilt.
Ich glaube mittlerweile daran, dass es eine hohe Macht gibt, die Gut und Böse gleichermaßen ist - die sich nach der Mentalität des Menschen richtet - oder aber die Biologen haben Recht und wir sind einfach nur ein albernes Tier, das eine viel zu hohe Meinung von sich selbst hat.

In mir regen sich meine eigenen positiven und freudigen Tage dieses Monates und mein Gewissen bestraft mich sehr für den Spaß, den ich habe - weil eigentlich müsste ich mitfühlen, mit Grauen dauerhaft erfüllt - weil diese Schrecken in dieser Welt einfach kein Ende mehr haben wollen.
Während ich es vermisse den dritten Band "Die Meisterin" von Trudi Canavan zu lesen, vermissen die Überlebenden in Japan ihre verlorenen Familienmitglieder - ihre Ehemänner und Ehefrauen - Großmütter vermissen ihre Kinder und Enkel.
Was für eine groteske, zutiefst übelkeitserregende Situation zwischen Freud und Leid.

glg Teleri

Montag, 21. März 2011

Barockkleider, wandelnder Job und Websiten

Heute muss ich euch von meinem Sonnenscheintag erzählen. Ich platze bald vor Freude und guter Laune. Ich sitze mit einem Grinsen vor dem Laptop und brenne darauf auch mal von den guten Seiten des Lebens zu berichten.
Zunächst einmal ein kleiner Bericht über mein Barockabenteuer.
Das Julifestival brauchte ja einen Trailer und dieser Trailer besteht aus einigen Teilen.
Wir haben heute den der Barockzeit gedreht und ich war eine der Hauptdarstellerinnen. Zunächst mit einer halben Stunde Verspätung begonnen, haben unsere Kleiderleute aus Dresden ganz tolle Alltagskleidung der Frauen mitgebracht. Wir drei Damen Isabelle, die Freundin vom Cheffe und ich wurden zunächst mit Strumpfhosen bedacht, dann mit einer witzigen Unterhose (unten waren lauter Rüschchen dran), als drittes folgte ein weißer Unterrock, danach noch ein Unterhemd. Damit durften wir dann aus der Umkleidekabine heraustreten.
Jetzt ging es an die Kleider - die Kleider anzuziehen ist recht umständlich - ich kann verstehen, dass die Damen damals Bedienstete hatten, die helfen mussten.
Nachdem wir nämlich schon so viel Unterziehkleidung bekommen hatte, folgte das Hüftpolster in pinker Farbe (ich war nur froh, dass man das nicht mehr sehen konnte XD), dann folgte mein sandgelbener Rock, der zunächst vorn gebunden wird und dann der zweite Teil nach hinten gebunden wird, um das Gefälle dieses Kleidungsstückes zu erreichen.
Nachdem wir alle drei diese Hürde bewältigt hatten, folgte das Oberteil mit dem integrierten Korsett. Bei mir waren lauter Gänseblümchen drauf. (Bedeutet, ich bleib immer Gänseblümchen, bekam eine neue Bedeutung) Jedenfalls mussten durch das Halbärmeljäckchen, dann Bänder durchgezogen werden, wie bei einem richtigen Korsett. Ich kann jetzt behaupten, ja das Gerücht stimmt, wenn man das zu fest schnürt bekommt man nur ganz, ganz schlecht Luft. Das Ganze musste dann noch mit ganz vielen Stecknadeln befestigt werden, damit das Unterhemd nicht zu sehr hervortrat.
Fixierung war eben auch schon damals einfach alles.
Mit dem Einkleiden dann fertig, folgte die Schuhauswahl. Ich hatte altrosafarbene mit einer silbernen Schnalle vorne drauf. Genau genommen richtig schick, aber verdammt unbequem. Man muss wirklich erstmal in solchen Schuhen laufen lernen ...
Nach dieser unglaublich - leicht schmerzhaften - Erfahrung kam das Haar dran und wenn man glaubt, dass die Sachen schon aufwendig klingen, dann ist man spätestens bei den Haaren eines besseren belehrt. Die Haarstücke mussten ebenfalls mit vielen Haarklemmen und Haarspangen fixiert werden.
Ich glaube es hat eine halbe Stunde gedauert meine Frisur hinzubekommen, so dass man dann anfangen konnte, den kleinen Frauenspitzhut zu platzieren, der richtig schmuck aussah. Normalerweise habe ich kein Hutgesicht, aber durch die vielen zusätzlichen Haare wurde es richtig hübsch und ich sah wirklich aus, wie eine Marie Curie ... einfach herrlich.
Über die Stunden des Drehs habe ich mich in die Barockkleidung einfach verliebt, die allerdings auch schon einen Hauch Rokkoko in sich trug.
Ich wollte sie eigentlich gar nicht mehr abgeben :) und wer denkt, dass es in solcher Kleidung kalt wird - Fehlanzeige - bei elf Grad Aussentemperatur mussten wir uns tatsächlich viel Luft zufächern, weil es einfach warm war. Allerdings konnte ich beim Dreh selbst keinen Fächer tragen, aber wir Damen (mit unserer Einkleidungsmama) hatten tatsächlich alle einen richtig filigranen Sonnenschirm. Unglaublich war das - wir hatten jedenfalls richtig viel Spaß, haben uns unterhalten, viele Knickse vor dem "König" gemacht und sind im Park spazieren gelaufen. Ihr glaubt ja gar nicht, wie anstrengend es ist mit einer Kamera zu laufen, ohne da rein zu sehen.
Ich durfte dem Herrn König einen kleinen Rehblick schenken und stelle mir die Frage, welche Szenen werden sie wohl benutzen? Weil am Ende ist es nur ein Trailer von 2 Minuten und 30 Sekunden.
Die Outtakes waren schön. Beim einen Mal bin ich beim Knicks fast gestürzt und auch in der finalen Version sehe ich bei dem Knicks eher stocksteif aus, wie ich finde. Weil meine Begleiterin in der Szene viel zu elegant war *lach*.
Jedenfalls gab es danach ein Dankeschönkaffe vom Cheffe und wir waren alle ganz traurig, dass wir die Kleider tatsächlich abgeben mussten *seufz*
Aber diese Erinnerung wird immer in meinem Kopf bleiben und vielleicht werde ich doch das ein oder andere Mal noch in solchen Sachen anzutreffen sein. Ich hoffe wir bekommen morgen die Fotos, dann kann ich sie euch zeigen :)
Dann nachdem wir länger als zum Ankleiden, beim Auskleiden gebraucht haben, ging es dann nach Hause und vor der Haustür, ganz unerwartet, sah man ein gut gekleidetes Paar Leute an den Autos stehen.
Ich sitze heute mit einem Flyer hier zuhause vor dem Laptop, der mir die Tür in die Welt der Bürokauffrau-Ausbildung öffnen könnte, weil dieses Pärchen ganz dringend für die Firma Leute sucht.
Einziger Wermutstropfen an der Sache - ich muss heute Abend eine Website fertig schreiben, weil die Morgen online gebracht werden soll. Ich habs versprochen und Versprechen pflege ich zu halten.
Bei den vorgefertigten Texten durfte ich einmal erfahren, wie sich eine Rechtschreibkontrolle fühlt. Auf dreizehn Seiten habe ich über 100 Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und Ausdrucksfehler meines Cheffes korrigieren dürfen. Anstrengende Sache das und ich meine, ich bin schon keine Ultraleuchte in RS ... aber da standen einem die Haare zu Berge.
Jetzt jedenfalls bin ich wieder friedlich und entspannt und ich werde mich jetzt wieder an die Arbeit zurückbegeben. Übrigens war mein Chefchen ganz ganz dankbar, dass ich die hundert Fehler nicht einfach integriert habe, sondern korrigiert, weil das natürlich ein schlechtes Bild auf der Internetseite und bei den Händlern gemacht hätte.
Warum schreibe ich euch das? Nun, wenn ihr von mir nur dauernd Gejammere lesen musstet in den letzen Monaten, dann dürft ihr jetzt einmal einen glücklichen Tag im Leben von der Dany in dutzend kleinen Einzelheiten erfahren.
mit lieben Grüßen und vielen Umarmungen
eure Teleri

Sonntag, 20. März 2011

Von Willkommen zu Hallo ihr Lieben

Wir schreiben das Jahr 2011, den Monat März und den 20. Tag desjenigen.
Dieses Datum ist bedeutsam, denn für mich bedeutet das, ich habe wiedereinmal das gemacht, was ich eigentlich gar nicht machen wollte.
Ich habe mich dazu entschieden, einen Blog zu eröffnen.
Vielleicht wird jetz der ein oder andere Leser sich fragen, warum ich mich trotzdem dazu hinreißen ließ.
Die Erklärung ist so einfach, wie simpel: Gestern war ich zusammen mit einer Freundin auf der Leipziger Buchmesse und ich habe Menschen kennen gelernt, die einen Blog haben und irgendwie finde ich es mittlerweile interessant, meine Umwelt auf dem Laufenden zu halten, was ich so in dieser Welt tue.
Gut, ich sehe das, was ich mache als unspektakulär an ... und es ist fast nicht zu leugnen, dass es tausende von meiner Sorte gibt.
Ich bin das, was ich als Hobbyautorin bezeichne, weder besonders erfolgreich, noch großartig, über die Maßen hinaus talentiert - aber ich dachte mir, wenn ich schon noch am Anfang meines Traumes stehe, dann kann ich meine Umgebung damit nerven, entlasten oder bereichern (das ist ja jedem selbst überlassen), dass ich euch an meinen Fortschritten, Gedanken und Ideen teilhaben lassen kann.

Ich wünsche euch noch viel Spaß auf meiner Blogseite und hoffe, dass ich den ein oder anderen wiederfinden werde.

glg
eure
Teleri