Dienstag, 23. Februar 2016

Ernsthaftigkeit

Hallo liebe Blogleser, es ist wieder soweit. Ich habe wieder etwas zu berichten. Es wird dieses Mal etwas ernsthafter. Ganz allgemein, in der WoSt und auch die Zukunft. Alles ist ernst derzeit. Wenn ich mir die Nachrichten ansehe, lese ich nur noch, wie gespalten unsere Nation ist. Wie viel Angst zu Hass mutiert und wieviele Leute sich zwar vom Nazisein distanzieren, aber gleichzeitig so rechts sind, wie es schon lange nicht mehr der Fall war. Beängstigend und ernst ist das. Ich versuche über Facebook die Meinung der Humanität aufrecht zu erhalten. Es sind nicht alle verblendet, aber es werden mehr. Es fühlt sich, wie eine Übermacht an, aber ich will nicht aufhören, an das Gute zu glauben. An die Menschen, die sich tagtäglich bemühen, die Willkommenskultur zu fördern und zu zeigen, wir sind nicht alle ängstlich und hasserfüllt. Ich bewundere die Ärzte, die Flüchtlingshelfer und die Menschen, die so aktiv im Kampf gegen das Unrecht stehen. Unrecht ist all jenes, dass es anderen Menschen schwer macht. Würden bei uns 11 jährige Kinder zusammengeschlagen werden, wäre der Aufschrei in der Bevölkerung groß und Anteilnahme würde überschwappen. Das ein 11 jähriges syrisches Kind in den Bauch getreten und niedergeschlagen wird - das scheint gar nicht so eine große Bedeutung zu haben. Obwohl es dasselbe ist. Absolut ein und dasselbe. Wenn man ein Haus eines Landsmannes anzünden würde, wäre die Solidarität groß, aber brennende Flüchtlingsunterkünfte werden bejubelt. In welchen ernsten Zeiten leben wir? Warum ist der Fremdenhass so groß? Immer wieder die Frage Warum und was wird das Resultat davon sein? Daraus - aus diesem unerträglichen Zustand dieser Tage, habe ich eine Kurzgeschichte für WoSt geschrieben. Sehr gesellschaftskritisch, sehr politisch. Einen Werdegang zusammengefasst und ein Resultat daraus geformt, was nicht mehr so unwahrscheinlich ist, wie noch vor 10 Jahren. Obwohl die Anfänge dort sicherlich schon herrschten. Vielleicht werden aus dieser Zukunftsvision, die ich dort kreiiert habe, noch mehr Kurzgeschichten entstehen. Ich weiß es nicht. Jedenfalls hat dieser Einfall meine ursprüngliche Absicht verdrängt etwas anderes hier zu zeigen. Es wäre ein Romanprolog geworden, doch das lasse ich aussenvor. Ich denke, die Kurzgeschichte, die ich geschrieben habe, ist es wert, gezeigt zu werden. Ernsthaft bin ich allerdings auch bei den Challenges dieses Jahr dabei. Ich habe nicht nur die 12 WoSt nun schon zum zweiten Mal geschafft und das auch noch in der vorgegebenen Zeit - nein, ich bin auch in der 120.000 Word a year Aktion vom Poolys Kunst- und Schreibforum ziemlich gut dabei. Im Januar habe ich zwar im Januar einen Überhang von 7.725 Worten geschaffen, aber ich bin jetzt im Februar schon bei sage und schreibe 7.920 Worten dabei, und nicht mehr weit von den 10.000 Worten entfernt. Trotzdessen, dass ich auch Posts für meine Foren schreibe. Ich bin sehr stolz auf mich - auch ganz ernst :). Ich habe im letzten Jahr meine Schreiblust wieder gefunden und habe mir ernsthaft für 2016 vorgenommen, alles, was ich angefangen habe, durchzuhalten und durchzuziehen. Bis jetzt funktioniert es wirklich gut. Ich freue mich darüber. Auch von Devars Himmel, das Romanprojekt, dass ich lange Zeit schon mit mir herumtrage und welches mich nie ganz los lässt, hat inzwischen 6 Kapitel und ich will jetzt schauen, ob ich den zweiten Teil, den ich ursprünglich dort hineinsetzen will, auch für sich stehen lassen kann. Ich habe für das Projekt inzwischen auch endlich einen groben Kapitelfahrplan angelegt. Es geht also weiter und Devars Himmel wird weiter geschrieben. Vielleicht bin ich durch die Ernsthaftigkeit und mein Durchhaltevermögen im Diskutieren insgesamt erwachsener geworden und kann daher auch stur weiterschreiben. Meinen Lebenstraum verwirklichen. Nicht nur mein Leben träumen, sondern die Träume leben. Perspektivisch betrachtet, könnte das Jahr mein Jahr werden. Zumindest beruflich betrachtet. Doch es bekümmert mich, dass ich dieses besondere Jahr haben muss, während so viel Unruhe und Unbeherrschtheit den Zeitgeist umtreibt. mit lieben Grüßen Teleri/Nele